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EUTIN. Ein Wolf nach fast 200 Jahren wieder in Schleswig-Holstein, genauer in Ostholstein! Diese Botschaft elektrisierte vor fast genau einem Jahr die Menschen. Das Wildtier hatte am 24. April 2007 an der B 76 zwischen Süseler Baum und Haffkrug sein Leben gelassen, erfasst von einer Eutiner Autofahrerin. Jetzt ist der Wolfsrüde wieder da, wenn auch als Präparat. In voller Größe zu begutachten ab kommenden Mittwoch im Bauamt des Kreises in Eutin. „Ich freue mich, dass es endlich so weit ist“, sagte Oldenburgs Kreis Jägermeister Rudolf Meyer-Böttger gegenüber den LN. Der Schönwalder hatte das 38-Kilo-Tier an jenem Unfallmorgen begutachtet („Ich war mir schnell bewusst, dass es nur ein Wolf sein kann“) und ihn für den Kreis gesichert, „bevor andere ihn haben wollten, denn Interessenten gab‘s genug“. Jetzt hat der erste Wolf, der den Aufzeichnungen zufolge seit 1820 in Schleswig-Holstein gesichtet wurde, seinen Platz gefunden. In Eutin, in einer Vitrine. Unter Glas wird er am Mittwoch ab 13.30 im Foyer des Kreisbauamtes an der Lübecker Straße zu bewundem sein. Bei freiem Eintritt. Bis dahin steht das Modell (130 Zentimeter lang, Schulterhöhe 70 Zentimeter) - „geschützt vor neugierigen Blicken“ (Kreissprecher Thomas Jeck) - im Empfangszimmer des Kreispräsidenten. Die Kreisjägerscharten Eutin und Oldenburg hatten mit finanzieller Unterstützung der Elisabeth -Mierendorff- Stiftung den Tierkörper präparieren lassen. Was schließlich Kay Klawun nach wochenlanger Tüftelarbeit gelang. Der Präparator aus Eutin-Sielbeck hatte den Wolf, oder besser dessen Fell, vom Zoologischen Institut der Kieler Universität erhalten. Denn Skelett und Gebiss waren dort nach der Obduktion geblieben. Was heute daraus geworden ist, nennt Günter Kurz aus Zarnekau „ein prächtiges Werk“. Der Schatzmeister der Eutiner Mierendorff-Stiftung bemerkt nicht ohne Stolz: „Wenn wir uns, gemeinsam mit der Kreisjägerschaft, nicht engagiert hätten, wäre der Wolf im Müll gelandet.“ Denn der Kreis hätte damals signalisiert, für die Erhaltung des Tieres kein Geld zu haben. „Naja, nun steht das gute Stück beim Kreis“, meint Günter Kurz und sinniert: „Wir gingen davon aus, dass wir das Präparat behalten könnten.“ Was Oldenburgs Kreis Jägermeister jedoch anders sieht. „Der ist beim Kreis gut aufgehoben“, so Rudolf Meyer-Böttger. Einzig der Ausstellungsort scheint nicht unumstritten. „Die Kreis Verwaltung ist sicher nicht der richtige Ort“, sagt Kurz. Er sähe den Wolf lieber im Ostholstein-Museum. Und auch für Meyer-Böttger wäre dieser Ort „das allerbeste“. Aber der Landrat entscheide „ganz alleine“, wo das Modell letztlich bleibt. Anlässlich der Vorstellung des präparierten Wolfes eröffnet der Fachdienst Naturschutz außerdem eine kleine Poster-Ausstellung zum Thema „Wölfe“. Eine Leihgabe der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe e. V. Mit großformatigen Bildern wird hier eindrucksvoll das Leben, Verhalten und die Rolle der Wildtiere in der Natur geschildert..
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